Projekt KAfKA

25. März 2011

Im Schwedenhaus hat sich ein weiteres sehr interessantes Projekt verortet.

Das Projekt KAfKA (Kein Alkohol für Kinder Aktion).

Es handelt sich bei dem Projekt um eine Präventionsmaßnahme um den Zugang von Kindern und Jugendlichen zu Alkohol zu erschweren.

Trotz eindeutiger Gesetzeslage und Jugendschutzverordnungen scheint es für viele Kinder und Jugendliche immer noch zu leicht zu sein, sich im Einzelhandel, an Kiosken, an Tankstellen und sonstigen Verkaufsstellen Zugang zu Alkohol zu verschaffen, ohne dass dies ausreichend kontrolliert wird. Entsprechende Erfahrungen aus anderen Bundesländern aus „Testkäufen“ belegen dies. Verkauf von Alkohol ist kein “Kavaliersdelikt”, das man leicht zum Teil aus Desinteresse und fehlendem Problembewusstsein oder gar Unkenntnis vom Personal in den Verkaufsstellen abtun darf.
Aufgrund dieser Zahlen und Hintergründe will das Projekt die bestehenden Aktivitäten der Alkoholprävention unterstützen und legt seinen Schwerpunkt darauf, die Mitarbeiter und Betreiber der unterschiedlichen Verkaufsstellen von Alkohol, wie Tankstellen, Kioske, Internetcafes, Lebensmittelgeschäfte etc. und die Öffentlichkeit über das Jugendschutzgesetz zu informieren, zu sensibilisieren und so in die Verantwortung zu ziehen, dass zumindest der Erwerb von alkoholischen Getränken für Kinder und Jugendliche erschwert wird.
Bei den Besuchen der Verkaufsstellen und der Gaststätten werden keine hoheitlichen Aufgaben übernommen, sondern es soll nur informiert, für das Thema sensibilisiert und an eine Selbstverpflichtung appelliert werden.

Das Projekt arbeitet mit dem Ordnungsamt und dem Jugend- und Gesundheitsamt im Bezirk zusammenarbeiten und die Ergebnisse der Besuche werden  gegenüber diesen Stellen dokumentiert.
Bei der praktischen Arbeit ist uns bewusst, dass es bei dem Vorgehen keine schnellen Erfolge zu verzeichnen gibt, sondern durch eine dauernde und stetige Präsenz vor Ort sich die Erfolgsergebnisse langfristig bemerkbar machen werden. Eine permanente „Nachsorge“ der besuchten Verkaufsstellen zur Reflexion und Erneuerung des Bekenntnisses, ist daher unerlässlich.

Eine Unterstützung und Befürwortung hat KAfKA in Spandau im speziellen von
Bezirksstadtrat Martin Matz und Dr. Harald Lund, Koordinator für Suchthilfe und Suchtprävention Bezirksamt Spandau von Berlin erhalten.
In Tempelhof-Schöneberg hat die Landesdrogenbeauftrage des Landes Berlin die Schirmherrschaft übernommen. Darüber hinaus wird zurzeit zu diesem Projekt von dem Bezirksamt Neukölln ein letter of intend vorbereitet und von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Frau Mechthild Dyckmans (MdB) ist ein letter of intend erstellt worden, was auch die Bedeutung dieses Projektes hervorhebt.

Die Teilnehmer werden über die Fachstelle für Suchtprävention Berlin fachlich qualifiziert.

Die fachlichen Themen und Inhalte sind:

Allgemeine Rechtsgrundlagen der Arbeit
Basiswissen zu Suchtentstehung, – verbreitung, – verlauf und –behandlung
Vertiefte rechtliche Grundlagen zum Thema Suchtmittel JugSchG, StGB, BTMG, „Apfelsaftgesetz“
Grundlagen der Gesprächsführung
Trainieren der praktische Umsetzung einschl. videogestützter, praktischer Übungen
Umsetzung der gelernten Inhalte in die Projektaufgaben von KAfKA Spandau
Auswahl und Einarbeitung in relevante Informationsmaterialien zur Weitergabe an den Einzelhandel
Reflektion und Supervision
1. Hilfe – Ausbildung zum Ersthelfer in Notsituationen.